Frédéric Dedelley

Der Designer wurde am 4. April 1964 in Fribourg geboren und wuchs in einem Umfeld auf, das stark von Architektur geprägt war: Seine Eltern führten ein Architekturbüro, und bereits früh entwickelte er ein Gespür für Formen, Räume und Materialien. Seine frühe Begeisterung galt zunächst dem Automobildesign, inspiriert von Persönlichkeiten wie Pininfarina und Giorgetto Giugiaro.

Eine entscheidende Wendung erlebte er jedoch durch die radikalen Entwürfe der Memphis-Gruppe sowie die postmodernen Möbel von Trix und Robert Haussmann. Diese Begegnung veränderte seinen Blick auf Gestaltung grundlegend und führte ihn zum Möbeldesign.

Seine Ausbildung begann an der École cantonale d’art de Lausanne (ECAL), wo er eine fundierte Schulung in der Tradition der Schweizer „Guten Form“ erhielt. Um sich stärker mit internationalen Strömungen auseinanderzusetzen, wechselte er später an das Art Center College of Design (Europe). Besonders ein Austauschsemester in Los Angeles prägte ihn, da er dort eine stärker kommunikative und marktorientierte Designkultur kennenlernte. Beide Einflüsse – die schweizerische Präzision und die internationale Offenheit – prägen bis heute seine Arbeitsweise.

Nach seinem Abschluss in Product Design zog er nach Paris, wo er zunächst im Umfeld der Designerin Andrée Putman arbeitete und bei der Agentur Anatome am Signaletik-Projekt des Louvre beteiligt war. Weitere prägende Erfahrungen sammelte er in San Francisco, wo ihn die kulturelle Mischung zwischen westlichen und asiatischen Einflüssen faszinierte.

1995 eröffnete er schließlich sein eigenes Studio in Zürich. Seither arbeitet er vor allem in den Bereichen Möbeldesign, Innenarchitektur und Ausstellungsdesign. Für ihn ist Design ein Zusammenspiel von Form, Funktion, Material, Konstruktion und Emotion – Elemente, die je nach Projekt unterschiedlich gewichtet werden. Parallel verfolgt er experimentelle Projekte, in denen er seinen persönlichen künstlerischen Interessen nachgeht.